• Hanna Zaunbrecher

Die Geschichte der LEIHOTHEK


Die Philosophie der LEIHOTHEK


Stell dir vor, du könntest alles haben und würdest gleichzeitig deinen Geldbeutel und wichtige Ressourcen schonen. Klingt nach einem Traum? Die LEIHOTHEK lässt genau diesen Traum wahr werden!


Dabei ist die LEIHOTHEK mehr als nur ein Ort, an dem du Alltagsgegenstände für kleines Geld ausleihen kannst: Die LEIHOTHEK ist eine Mission, die das Ziel verfolgt, langfristig die Welt ein kleines Stück grüner zu machen. Unser Antrieb dabei? Ohne Konsumverzicht effektiv einen Beitrag zum nachhaltigen Leben liefern zu können.


Überlege mal: Wie viele Dinge hast du zu Hause stehen, die du nur selten, bzw. gar nicht nutzt? Indem du leihst, hast du endlich weniger Staubfänger zu Hause und mehr Platz zum Durchatmen. Durch das Teilen trägst du gleichzeitig zu weniger Transportaufwand, Verpackung, Müll und Rohstoffbedarf bei. Wir wollen zeigen, dass ein ressourcenschonendes Leben nicht Verzicht bedeuten muss, sondern durch Sharing das Leben vielfältiger werden kann.


Die beiden Gründer der LEIHOTHEK Münster.


Wie entstand die Idee?


Als junges Start-up wurde die LEIHOTHEK am 02.11.2019 von Ideengeber Daniel Schaschek gegründet. Ursprünglich kommt die Idee der sogenannten „library of things” (wörtlich: Bibliothek der Dinge) aus Großbritannien.


Daniel erzählt, dass ihn das Konzept von Anfang an fasziniert hat und er oft an seine Zeit als Student zurückdenkt: „Ich habe mein Studium selbst finanziert, musste mir wirklich vieles sparen und konnte nicht alles machen, wie ich es wollte. Außerdem hatte ich wenig Platz, einige Gegenstände, die ich selten brauchte und dafür viele Dinge, die ich durchaus mal benötigt hätte und sie dann aber nicht dahatte.“


Nachdem er in London eine „library of things” gesehen hatte, beschloss er gemeinsam mit Mitgründerin Cynthia, das auch einfach mal zu probieren. So brachte er das Konzept in seine Heimatstadt Münster.


Wie setzt man so eine Idee um?


Um eine solche Idee zu starten, gibt es zwei Möglichkeiten: Die erste Strategie sieht vor, dass alles bis ins Detail geplant wird und die einzelnen Schritte daraufhin exakt umgesetzt werden. Bei der anderen Strategie wird deutlich weniger im Vorhinein festgelegt.


Und so wurde es gemacht: Daniel hat die LEIHOTHEK innerhalb von zwei Wochen konzipiert, die Idee bei einigen Wenigen vorgestellt und dann ganz einfach eröffnet. Diese Strategie heißt „Lean Startup“ und hat den großen Vorteil, dass man durch die direkte Eröffnung des Ladens sofort Feedback vom Kunden sammeln kann, ob die Idee überhaupt gewünscht ist.


Und wie ging es weiter?


Es gab tatsächlich über 120 Interessenten vor Ort, die die Idee super fanden, und viele Menschen haben auch direkt erste Spenden vorbeigebracht. Von dort an ging es steil bergauf.


Anfangs wurde in unserem kleinen Team von drei bis fünf Personen viel diskutiert, letztendlich hat uns aber jeder Kunde ein direktes Feedback gegeben, was zur stetigen Verbesserung der LEIHOTHEK beigetragen hat. So haben wir beispielsweise jeden Kunden bei der Eröffnung gefragt, was ihm wichtig ist, woher er kommt und was er sich in der LEIHOTHEK wünscht. Wir haben auch eine Wunschliste aufgehängt, auf die bis heute jeder Kunde Gegenstände eintragen kann, die er gerne in unserem Laden finden würde.


Einmal wurde der LEIHOTHEK von einer sehr netten Dame ein Katzenklo für den Bestand angeboten. Aber da hat Daniel gesagt: „Man kann das seiner Katze ja nicht für einen Tag hinstellen und dann am nächsten wieder wegnehmen.“

Mit dem Angebot wuchsen auch unser Team und unsere Vision, die LEIHOTHEK in weitere Städte zu bringen. Mittlerweile umfasst unser Sortiment über 150 Gegenstände, wir sind Kooperationspartner von Lasse Lastenrad und haben noch viele weitere Ideen und Projekte auf der Agenda. Also, sei gespannt und begleite uns auf unserer Reise, die Welt ein bisschen grüner zu machen!

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